Habits
Ungesunde, ungewollte, wiederholende,  nicht kontrollierbare Angewohnheiten

 

In der myofunktionellen Therapie spielt die Beobachtung der Klienten eine essentielle Rolle. Auf diskrete Weise erfassen wir, was bei unseren kleinen und grossen Klienten um und im Mund alles passiert. Was wir nicht physisch erfassen können, wird durch sensible Fragen erforscht.

Lutschen - Beissen - Saugen - Fingernägelkauen - Daumenlutschen - Schnuller - Mundatmung

Bei unerwünschten Verhaltensmuster (wie zum Beispiel das Lutschen) sind blockierte Energien zu beobachten. Ein Kind entwickelt ein solches Muster ausserhalb seiner normalen Entwicklung aus einer Situation des Unbehagens und erzeugt für sich somit ein Gefühl des Wohlbefindens. Dieses Verhaltensmuster wiederum erzeugt Stress im Umfeld. Damit wird das vermeintliche Wohlbefinden unterschwellig zu einem Unwohlbefinden. Ein Teufelskreis den es zu unterbrechen gilt.

               Gewohnheiten sind eingelernt, damit die eigene Welt einigermassen rund läuft.

Wahre Veränderung erreicht man nicht, indem man sich gegen das Alte wehrt. Veränderung bedeutet nicht, etwas nicht (mehr) zu tun - Veränderung bedeutet, etwas anderes zu tun als bisher.


Es ist die Aufgabe der Fachpersonen, herauszufinden ob es noch andere Ursachen gibt, für die antrainierten Gewohnheiten. Auch wird thematisiert, was das Kind damit kompensieren möchte. Damit das Verhaltensmuster im Anschluss Schritt für Schritt behutsam losgelassen werden kann.

Vor allem im Zusammenhang mit einer Zahnfehlstellung und derer Behandlung oder bei Sprachentwicklungs- und Lautbildungsstörungen ist die Korrektur der oben erwähnten Verhalten einer der wichtigsten Punkte. Wenn nicht der Wichtigste überhaupt!

Alle erwähnten Habits stehen primär oder sekundär als Ursache von Zahnfehlstellungen oder Artikulationsschwierigkeiten. 

Verschiedene Möglichkeiten, derartige Energieblockaden aufzulösen werden thematisiert und in Betracht gezogen.

Die myofunktionelle Therapie als ganzheitliches Konzept beleuchtet immer den Mensch als Ganzes!!!



Gewohnheiten kann man nicht zum Fenster hinauswerfen! Man muss sie behutsam die Treppe hinunterlocken  - Stufe für Stufe - (Mark Twain)

Demzufolge: Veränderungen gelingen am besten, wenn man sich gut fühlt und nicht, wenn man sich schlecht fühlt!!!